31. Red Bull Dolomitenmann 2018

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Rennbericht 31. Red Bull Dolomitenmann

1. Disziplin: HOCHALPINER BERGLAUF (Silvio Wieltschnig)

Der Kampf um jeden Meter

Er zählt zu den schwierigsten Bergläufen der Welt. Auf einer Strecke von 12 Kilometer sind 2000 Höhenmeter zu überwinden. Einige Passagen zwingen die Athleten wörtlich in die Knie und sind nur auf allen Vieren zu überwinden. Am Hauptplatz in Lienz auf 674m Seehöhe startet der Kampf um jeden Meter und das Ziel liegt auf dem Kuhbodentörl, 2441m über dem Meer – einem atemberaubenden Ziel, welches die Athleten in 1,5-2,5 Stunden erreichen.

2. Disziplin: PARAGLEITEN (Thomas Friedrich)

Nicht nur der Flug zählt

Hier geht es beim Dolomitenmann nicht nur ums Fliegen. Bereits am Start muss nach der Übergabe am Kuhbodentörl zum Startplatz gelaufen werden und das über eine steile und unwegsame Strecke. Erst dann kann der erste Flug durch die Dolomiten begonnen werden. Nachdem der Pylon umflogen wurde erfolgt eine Zwischenlandung auf der Moosalm. Hier ist es wichtig sein Sportgerät unter Kontrolle zu haben, denn nun heißt es wieder laufen für die Paragleiter – mit geschultertem Schirm. Vom zweiten Start aus beginnt der Anflug zur Übergabe an die Mountainbiker im Lienzer Dolomitenstadion.

 

3. Disziplin: MOUNTAINBIKE (Christof Hochenwarter)

Tragend hinauf zum Gipfelkreuz

Nach der Übergabe im Dolomitenstadion müssen die Mountainbiker eine Uphillstrecke von 1.400 Höhenmeter überwinden. Kraft in den Beinen ist dabei Voraussetzungen aber auch in den Armen, denn die Bergaufpassagen enthalten immer wieder Tragepassagen – also Rad schultern und hinauf Richtung Hochsteinkreuz – obwohl auch das an manchen Stellen der Strecke unmöglich erscheint . Nachdem das Gipfelkreuz passiert wurde heißt es allen Mut zusammen nehmen und mit Schwung den Berg hinunter bei einem durchschnittlichen Gefälle von 26 Prozent – unter anderem auch über die ehemalige Weltcupabfahrt H2000. Nun heißt es fest im Sattel bleiben und gut zur Übergabe an die Kajaker in Leisach kommen.

4. Disziplin: ALPINES WILDWASSERKAJAK (David Lemmen)

Strom aufwärts zum Finale

Zu allererst muss nach der Übergabe durch den Mountainbiker zur und durch die  Drau gesprintet werden. Dann erfolgt die erste wichtige Hürde – Kajak schnappen, Spritzdecke im Akkord schließen und sich aus einer Höhe von 7 Metern mit seinem Kajak in die Drau stürzen. Schon oft wurde das Material ein Opfer dieses Sprunges und diese Stelle somit Endstation für viele Staffeln. Gut in der Drau gelandet erwartet den Sportler eine fünf Kilometer lange Wildwasserregatta mit schwierigen Auswärtspassagen, die dem Sportler alles abverlangen. Zusätzlich stellt die ungewöhnliche Länge der Strecke – die Kajakfahrer sind über 30 Minuten auf dem Weg  – eine besondere Herausforderung für die Sportler da. Wenn die letzten Meter in der Isel bezwungen wurde müssen die Kajakfahrer mit ihrem Sportgerät  – dem Boot (!!!) – einen Zielsprint auf den Hauptplatz in Lienz hinlegen – kein einfaches Unterfangen nach den Anstrengungen im Wasser und vor allem mit kalten Beinen.

 Als ältestes Mitglied dieses Teams durfte ich  um 10 Uhr am Hauptplatz den Anfang machen. An diesem Tag konnte ich meine gute Form unter Beweis stellen und erreichte als Dritter (in der Amateurklasse) am Kuhbodentörl auf 2441m über dem Meer das Ziel. Meine Jungspunde (halb so alt als ich es bin) lieferten ein tapferes Rennen ab und somit wurden wir im Ziel als 3. zum Interview gebeten.

Nachstehend ein aktueller Link meiner Person sowie im Anhang ein Zeitungsbericht (die Woche)

https://www.meinbezirk.at/hermagor/sport/silvio-wieltschnig-der-gesunde-mix-machts-moeglich-d2886140.html